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Aareal Bank kaufen


28.08.2008
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie der Aareal Bank (ISIN DE0005408116 / WKN 540811) nach wie vor mit "kaufen".

Aareal Bank habe nach Erachten der Analysten im ersten Halbjahr 2008 mit einem Betriebsergebnis von 75 Mio. EUR (Vorjahr: 132 Mio. EUR, davon Sondererträge in Höhe von 50 Mio. EUR) nicht enttäuscht. Unter Berücksichtigung von Steuern und auf konzernfremde entfallende Ergebnisanteile habe der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter 41 Mio. EUR (Vorjahr: 89 Mio. EUR) betragen.

Der Zinsüberschuss habe sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres um rund 9% auf 221 Mio. EUR erhöht. Nach Berücksichtigung der Risikovorsorge in Höhe von 40 Mio. EUR (Vorjahr: 44 Mio. EUR) habe sich ein Zinsüberschuss nach Risikovorsorge von 181 Mio. EUR ergeben, ein Anstieg in Höhe von 15%. Der Provisionsüberschuss habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Mio. EUR auf 68 Mio. EUR reduziert. Den gestiegenen Umsatzerlösen im Segment Consulting/Dienstleistungen hätten gesunkene Provisionsüberschüsse im Bereich Strukturierte Immobilienfinanzierungen gegenübergestanden.

Nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2008 habe sich das Handelsergebnis auf -25 Mio. EUR (Vorjahr: 7 Mio. EUR) belaufen. Dies sei im Wesentlichen auf die im ersten Quartal angefallenen Abschreibungen auf ABS zurückzuführen gewesen. Im Ergebnis aus Finanzanlagen sei ein positiver Saldo in Höhe von 1 Mio. EUR (Vorjahr: 26 Mio. EUR) ausgewiesen worden.

Die Zahlung eines assoziierten Unternehmens habe zu einem Ergebnis aus at-Equity bewerteten Unternehmen in Höhe von 3 Mio. EUR (Vorjahr: 5 Mio. EUR) geführt. Kumuliert über die ersten sechs Monate 2008 habe sich ein Verwaltungsaufwand von 177 Mio. EUR (Vorjahr: 180 Mio. EUR) ergeben. Das sonstige betriebliche Ergebnis in Höhe von 22 Mio. EUR habe deutlich unter dem Vorjahreswert von 37 Mio. EUR gelegen. Dabei sei zu berücksichtigen gewesen, dass die Vorjahreszahl eine Einmalzahlung der DEPFA in Höhe von 37 Mio. EUR enthalten habe.

Aareal Bank habe im Rahmen ihrer Refinanzierungsaktivitäten im ersten Halbjahr 2008 langfristige Mittel in Höhe von rund 1,7 Mrd. EUR absetzen können, wobei allein ein Volumen in Höhe von 1,2 Mrd. EUR auf das zweite Quartal entfallen sei. Der Großteil der Refinanzierung sei mit gut 1 Mrd. EUR im Berichtszeitraum auf die Emission von Hypothekenpfandbriefen entfallen.

Der Anteil öffentlicher Pfandbriefe am Neuemissionsvolumen habe bei rund 50 Mio. EUR gelegen. Bei den restlichen rund 600 Mio. EUR handle es sich um Senior unsecured-Emissionen. Zum 30.06.2008 habe das zu refinanzierende Immobilienfinanzierungsportfolio 23,0 Mrd. EUR betragen. Diesem hätten langfristige Refinanzierungsmittel in Höhe von 20,1 Mrd. EUR und ein Einlagevolumen der Wohnungswirtschaft in Höhe von 4,5 Mrd. EUR gegenübergestanden.


Die Bank zeige sich selber trotz der an den nationalen und internationalen Immobilien- und Finanzmärkten herrschenden Unsicherheit zuversichtlich für den weiteren Geschäftsverlauf. Ein wichtiger strategischer Eckpfeiler sei hier zweifelsohne die Drei-Kontinente-Strategie, so dass es aufgrund der geographischen Aktivitäten zu einer gewissen Diversifizierung komme.

Obwohl die Transaktionsvolumina bei Gewerbeimmobilien nach Erachten der Analysten vom Bankhaus Lampe voraussichtlich weiter abnehmen dürften, erwarten sie - auch aufgrund des verringerten Wettbewerbs - für die Bank weiterhin attraktive Opportunitäten im Neugeschäft. Wichtig sei, dass die Gesellschaft darauf achte, dass die neuen Finanzierungen wesentliche Qualitätsanforderungen aus Sicht des Gesamtportfolios erfüllen würden.

Die Bank weise zudem darauf hin, dass sie aus Vorsichtsgründen in ihrer eigenen Planung unterstelle, dass auch im weiteren Jahresverlauf eine Weiterplatzierung von Krediten bzw. Risiken an den Kapitalmarkt nicht oder nur in Einzelfällen möglich sein werde. Die Fähigkeit des Instituts, als "On Balance Sheet Lender" mit einer guten Kapitalbasis weiterhin Kredite auf die eigene Bilanz nehmen zu können, bleibe aus Sicht der Analysten ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Dieser Vorteil sollte dazu genutzt werden, das zinstragende Geschäft zu steigern und damit den Zinsüberschuss zu erhöhen.

Aufgrund des deutlichen Rückgangs vorzeitiger Rückzahlungen von Finanzierungen und des verringerten Neugeschäftsvolumens erwarte man für das Jahr 2008 jedoch im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen eine leichte Reduzierung des Provisionsüberschusses. Im Bereich der Refinanzierung liege der Fokus weiterhin auf der Steigerung des Pfandbriefanteils am Refinanzierungsmix.

Bei der Tochter Aareon plane die Bank, die mit Blue Eagle und SAP verwalteten Wohneinheiten kontinuierlich zu steigern. Dies solle zum einen durch die Migration von Kunden auf Blue Eagle/SAP und zum anderen durch die Akquisition von neuen Kunden erreicht werden. Damit einhergehen sollte eine deutliche Umsatzsteigerung im Bereich der Beratungsdienstleistungen.

Der strategische Fokus des Bankbereichs Institutionelle Wohnungswirtschaft werde weiterhin auf der Neukundengewinnung und der besseren Durchdringung der Bestandskunden liegen. Auf Konzernebene bleibe die Guidance des Instituts jedoch unverändert qualitativ: Aareal Bank gehe "unverändert davon aus, das operative Ergebnis des Vorjahres auch 2008 wieder erreichen zu können, sofern es keine neuen schwerwiegenden Verwerfungen an den Finanzmärkten geben wird".

Die Analysten hätten ihren Peer-Group-Vergleich für den Titel aktualisiert und würden auf Basis der Bewertungsbausteine KBV und KGV für den Titel im aktuellen Kapitalmarktumfeld ein Kursziel von 22,50 EUR nach zuvor 33,00 EUR errechnen.

Die Empfehlung "kaufen" der Analysten vom Bankhaus Lampe für die Aareal Bank-Aktie auf Jahressicht hat angesichts der fundamental günstigen Bewertung Bestand. Gleichwohl sehe man aufgrund der Branchenzugehörigkeit kurzfristig keine nachhaltige Aufwärtsbewegung. (Studie "MDAX-Guide Herbst 2008" vom 27.08.2008) (28.08.2008/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen halten an dem analysierten Unternehmen eine Beteiligung in Höhe von mindestens 1 Prozent des Grundkapitals. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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